Frühe Kommunikation mit Babys

von Redaktion am 21. November 2014

Die frühe Kommunikation mit Babys kann dank Zwergensprache sinnvoll gefördert werden

Wie müssen Mütter und Väter eine frühe Kommunikation mit Babys gestalten, damit diese für beide Seiten ein Erfolgserlebnis wird? Vivian König, selbst zweifache Mutter, hat sich dieser Frage angenommen und ein erfolgreiches Kurskonzept entwickelt, mit dem ein spannender Austausch zwischen Eltern und Kindern in einem sehr frühen Alter möglich wird. Die sogenannte „Zwergensprache“ basiert dabei auf den Grundprinzipien der nonverbalen Kommunikation durch Gebärden, mit deren Hilfe sich die Kinder ihren Eltern schon lange, bevor sie ihr erstes Wort aussprechen, unmissverständlich mitteilen können.

Das ABC der frühen Kommunikation mit Babys

Bis der Nachwuchs sein erstes Wort laut und deutlich ausspricht, besteht die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern meist aus dem Versuch der Eltern, ihren Sprösslingen die Welt durch Worte, Musik und Bilder zu erklären – in der Hoffnung, dass sich durch regelmäßiges Wiederholen bestimmter Schlüsselwörter diese Begriffe einprägen und der Erwerb der Muttersprache dadurch unterstützt wird. Nicht wenige Eltern bemerken relativ früh, dass ihre Kinder diese häufig verwendeten Ausdrücke sehr bald verstehen können und auf Äußerungen wie „Nein!“ oder „Holst du bitte deinen Becher?“ reagieren. Umso verwunderter sind die Mütter und Väter darüber, dass der Weg bis hin zum Aussprechen der erlernten Wörter noch so weit ist.

Es gibt jedoch ein Konzept, mit dessen Hilfe die frühe Kommunikation mit Babys realisiert werden kann. Die von Vivian König ausgearbeitete Idee nutzt die – bereits sehr früh, sehr gut entwickelten – kognitiven und stetig anwachsenden motorischen Fähigkeiten der Kinder, um eine Möglichkeit zum – von der Seite der Kinder aus – nonverbalen Gedankenaustausch mit den Eltern aufzubauen. Dazu wird ein System aus verschiedenen, auf der deutschen Gebärdensprache basierenden, Babyzeichen benutzt. In diesem System steht jedes spezielle Zeichen, welches auch von kleinen Kinderhänden ganz einfach wiedergegeben werden kann, für ein einfaches Wort aus dem gemeinsamen Familienalltag. Von „müde“ und „schlafen“ über „Wasser“ und „trinken“ bis hin zu „Baum“ und „so groß“ werden somit alle grundlegenden Begriffe abgedeckt, welche die Kinder ohnehin tagtäglich von Eltern, Verwandten und anderen Mitmenschen hören.

Sobald die Kinder im Rahmen eines Zwergensprache Kurses und durch die regelmäßigen Wiederholungen daheim die Babyzeichen und ihre Bedeutung verinnerlicht haben, können sie ihrer Umwelt mit der Hilfe ihrer Hände ihre Gedanken und Bedürfnisse auf nonverbale Art und Weise mitteilen. Nach einiger Zeit gehen die meisten Kinder sogar dazu über, mehrere Babyzeichen miteinander zu verknüpfen und erste Sätze zu bilden.

Durch die einzelnen „Kernwörter“, in entsprechender Reihenfolge nacheinander angezeigt, könnten beispielsweise folgende Sätze gebildet werden:

  • Wo ist Papa?
  • Ich möchte noch mehr Wasser.
  • Ich bin müde.
  • Lass uns noch mal Musik hören.
  • Ich möchte baden.
  • Das ist ein Baum/Hase/Schlüssel …
  • Ich bin fertig.

Schon an diesem Punkt wird klar, warum das Konzept der Zwergensprache, also der frühen Kommunikation mit Babys, so beliebt ist: Eltern und Kinder können sich – immer im Rahmen ihrer eigenen Fähigkeiten – wunderbar miteinander unterhalten und ihre Gedanken austauschen. Das mühsame Erraten der Bedürfnisse und Wünsche der Kinder entfällt damit fast vollkommen. Dies führt nicht nur zu einer Steigerung des Selbstbewusstseins der Kinder, sondern auch zu einem unverkrampften und entspannten Umgang mit den Kindern seitens der Eltern.

Zwergensprache Kurse – der Beginn eines wunderbaren Abenteuers

Für Eltern und Kinder werden zwei Arten von Zwergensprache Kursen angeboten – es gibt sie für Anfänger und für Fortgeschrittene. Die ersteren richten sich an Kinder ab 6 Monaten, während die Kurse für die Fortgeschrittenen ein Mindestalter von einem Jahr erfordern. Natürlich macht es Sinn, zuerst einmal den Anfängerkurs für Zwergensprache zu besuchen und die Grundlagen der Babyzeichen zu erlernen, um diese dann in den Kursen für Fortgeschrittene noch weiter zu vertiefen und auszubauen. Beide Kurse laufen über mehrere Wochen und unterscheiden sich vom Aufbau und Ablauf her nicht wesentlich von den allgemein bekannten „Krabbelgruppen“.

Im Gegensatz zur regulären Krabbelgruppe wird die Leitung der Zwergensprache Kurse jedoch von professionell geschulten Betreuerinnen übernommen, die jeder Kursstunde eine pädagogische Struktur verleihen und damit den Grundstein zur frühen Kommunikation mit Babys legen. Das Erlernen der verschiedenen Babyzeichen durch Lieder, Gedichte, Anschauungsmaterialien und Spiele verleiht dem eigentlichen Aspekt des Lernens eine lockere und zwanglose Note, so dass der Spaß an der Sache stets im Vordergrund steht. Das gemeinsame Lernen innerhalb der Gruppe macht insgesamt 50% der Lektion aus; während der restlichen 30 Minuten der Kursstunde widmen sich alle Teilnehmer fröhlichen Spielen und entspannten Gesprächen.

Innerhalb eines Zwergensprache Kurses wird den Eltern jedoch nicht nur vermittelt, wie sie die nonverbalen Kommunikationsversuche ihrer Kinder deuten und fördern können, sondern auch, dass es für die Kinder weiterhin wichtig ist, dass die Eltern jedes Zeichen verbal benennen. Die Babyzeichen sollen den Erwerb sprachlicher Fähigkeiten nicht ersetzen, sondern lediglich den Einstieg in eine erfolgreiche und frühe Kommunikation mit Babys ermöglichen. Erfolgreich angewendet bildet das Konzept somit eine solide Grundlage, um den Schritt zur verbalen Kommunikation zu vereinfachen.

Mütter und Väter, die sich von der Idee der frühen Kommunikation mit Babys angesprochen fühlen und mehr über Vivian Königs Projekt „Zwergensprache“ erfahren wollen, sollten auf der Webseite www.Babyzeichensprache.com vorbeischauen. Dort wird das von ihr entwickelte Konzept detailliert vorgestellt; jede aufkommende Frage kann innerhalb der einzelnen Kategorien ausführlich und fachlich kompetent beantwortet werden. Darüber hinaus erfahren interessierte Eltern wichtige Einzelheiten in Bezug auf den Aufbau und die Inhalte der Kurse und können auf der Webseite sogar herausfinden, ob und wann in ihrer Nähe ein entsprechendes Kursangebot vorhanden ist.

Bitte hinterlasse ein Kommentar

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel: