Kuhmilch-Allergie bei Baby und Kind

von Redaktion am 30. April 2015

Kuhmilch-Allergie bei Baby und Kind

In einigen Fällen leiden Babys und Kleinkinder an einer Milcheiweiß-Allergie. Hierbei handelt es sich um eine Allergie gegen Kuhmilch. Vorwiegend der frühe Kontakt zu Fremd-Eiweißen löst die allergische Reaktion bei Ihren Kindern aus. Sie erkennen diesen Zustand an eindeutigen Reaktionen der Haut. Dazu gehören beispielsweise Juckreiz und ein rötlicher Ausschlag. Zudem leiden Ihre Sprösslinge an Magen-Darm-Problemen. Diese äußern sich in Form von:

  • Übelkeit,
  • Blähungen,
  • Erbrechen
  • und Durchfall.

Zu den selteneren Symptomen bei einer Kuhmilch-Allergie zählen Kreislaufprobleme. Einige Babys und Kinder zeigen Anzeichen von Atembeschwerden sowie länger andauerndem Schnupfen und Asthma. Speziell bei kleinen Kindern sind die Merkmale der Allergie ausgeprägter als bei größeren Kindern und Erwachsenen.

Die typischen Symptome und die Diagnose der Allergie

Hautreaktionen auf eine Kuhmilch-Allergie zeigen 50 bis 70 Prozent der betroffenen Kleinkinder. Sie erkennen bei Ihrem Säugling beispielsweise Anzeichen für Neurodermitis sowie rote Ekzeme. Die Hälfte der an der Kuhmilch-Allergie leidenden Kinder klagt zusätzlich über Bauchschmerzen. Um die Ursache dieser Milcheiweißallergie Symptome eindeutig zu erklären, suchen Sie den Kinderarzt auf.

Die Diagnose der Kuhmilch-Allergie erstellen allergologisch spezialisierte Mediziner. Hierbei schränken sie die Anzeichen der Krankheit auf eine Lebensmittel-Allergie ein. Viele Kinderärzte empfehlen Ihnen, ein Symptom- und Nahrungs-Tagebuch zu erstellen. Mit diesem Hilfsmittel erkennen Sie und der Arzt die Milcheiweiß-Allergie als Grund für das Unwohlsein des Kleinkinds. Zunächst verschreibt Ihnen der Mediziner in diesem Fall eine zweiwöchige kuhmilchfreie Ernährung für Ihren Nachwuchs.

Um die erstellte Diagnose zu stützen, nehmen Ärzte eine Blutuntersuchung sowie mehrere Allergietests vor. Dazu zählen der Prick-Test und der Intrakutan-Test. Bei dem Prick-Test untersucht der Kinderarzt die Hautreaktion Ihres Sprösslings. Dazu tropft er die Milch auf den Arm des Babys und sticht diese mit einer Nadel unter die Haut. Entsteht eine Hautirritation, verdeutlicht diese die allergische Reaktion des Babys auf die Milcheiweiße.

Die Therapie gegen die Kuhmilch-Allergie

Die eigentliche Allergie gegen die Milcheiweiße kann Ihr Kinderarzt nicht therapieren. Er lindert jedoch die Beschwerden des betroffenen Kindes. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Nachwuchs die allergenen Stoffe, beispielsweise Milch, meidet. Um diese Nahrungsumstellung unkompliziert zu vollziehen, nutzen Sie die praktischen Ersatzprodukte. Dabei handelt es sich um partiell hydrolysierte Säuglings-Ersatznahrung (HA-Nahrung). Bei dieser zeigen sich die Milchproteine der Kuhmilch stark aufgespalten, wodurch sie Bauchschmerzen oder z. B. Verstopfung durch die Kuhmilch-Allergie effektiv vorbeugen. Diese Ersatznahrung enthält Rest-Allergene, sodass möglicherweise dennoch eine allergische Reaktion auftritt.

Um sicherzugehen, bereiten Sie alle Speisen, für die Sie vor Bekanntwerden der Allergie Kuhmilch verwendeten, mit einer non-allergenen Nahrung auf Basis von Aminosäuren zu. HA-Nahrung beugt verschiedenen Studien zufolge lediglich einer Kuhmilch-Allergie vor. Sie eignet sich für nicht bereits erkrankte aber potenziell erhöht allergie-gefährdete Babys.

Damit speziell Kleinkinder die wichtigen Nährstoffe zu sich nehmen, achten Sie auf die stetige Zugabe von Kalzium. In Milch enthaltenes Jod und Vitamin B nehmen Ihre Sprösslinge über andere Produkte zu sich. Kalzium befindet sich beispielsweise in kalziumhaltigem Mineralwasser. Zudem existiert auch hier Milchersatz-Nahrung, um den Kalziumbedarf Ihrer Kleinkinder zu decken.

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