Eine Abtreibung im Zuge der Schwangerschaft ist für Paare mit Kinderwunsch fürchterlich

Das Thema Abtreibung ist heikel und wird viel diskutiert. Frauen die ungewollt schwanger geworden sind, erleben oft eine sehr starke Belastung, wenn sie entscheiden müssen, ob sie das Kind bekommen werden oder nicht. Gesellschaftliche Probleme, psychischer Stress und die Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen und Vorstellungen vom Leben stellen große Hürden dar, die es zu meistern gilt. Bevor man einen Entschluss trifft, sollte man sich auf jeden Fall gut mit der Thematik vertraut machen und einige Dinge berücksichtigen. 

Die gesellschaftliche Problematik einer Abtreibung

Gerade das soziale und persönliche Umfeld der betroffenen Frau macht die ohnehin schon sehr schwierige Situation oft noch unangenehmer. Zu diesen äußeren Belastungen zählen beispielsweise: 

  • Die Einstellung und Meinung des Kindsvaters oder Partners: Er will oder soll miteinbezogen werden, auch seine Vorstellungen sind zu berücksichtigen. 
  • Das eigene Leben wird von der Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung maßgeblich beeinflusst. Beruf, Freundeskreis und in vielen Fällen auch der familiale Zusammenhalt werden auf eine starke Probe gestellt. 
  • Häufig möchten die Frauen nicht, dass jemand von der Schwangerschaft erfährt. Gerade wenn man in keiner festen Beziehung ist, stellt die Geheimhaltung oft einen zentralen Punkt dar. 
  • Es kann eine Überwindung sein, mit dem Arzt oder den zuständigen Menschen einer Beratungsstelle über das Thema zu sprechen – schließlich handelt es sich um einen sehr intimen und persönlichen Bereich des Lebens. 
  • Wenn es um Abtreibung geht, spalten sich die Ansichten. Während die einen hinter der Frau stehen, die einen Schwangerschaftsabbruch plant, reagieren andere Menschen mit Ausgrenzung, Verachtung und Missbilligung. 

Abtreibung in Österreich

Wenn die Abtreibung hierzulande bis zum dritten Monat der Schwangerschaft durchgeführt wird, ist man strafrechtlich nicht zu belangen. Während beispielsweise in Deutschland mindestens 3 Tage zwischen dem ersten Beratungsgespräch und dem Eingriff liegen müssen, gibt es eine solche Regelung in Österreich nicht.

Vor allem im ländlichen Raum ist es schwierig Ärzte zu finden, die Schwangerschaftsabbrüche öffentlich anbieten. Die Preise, die meist zwischen 350 und 800 Euro liegen, sind von der betroffenen Person selbst zu übernehmen, die Krankenkasse leistet hier keine Unterstützung. In den häufigsten Fällen sind es niedergelassene Fachärzte oder praktische Ärzte, die durch die Gabe von Medikamenten oder durch die chirurgische Absaugung den weiteren Verlauf der Schwangerschaft verhindern. Die chirurgische Methode erfolgt entweder unter örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose. 

Weiterführende Tipps

Betroffene sollten unbedingt eine Beratungsstelle aufsuchen und mit vertrauten Personen über die bevorstehende Entscheidung reden. Vielleicht hilft es auch, ein Buch zu lesen, welches sich mit Schwangerschaftsabbrüchen auseinandersetzt. Vorschläge wären zum Beispiel „Frauen. Aus dem Tagebuch einer Ärztin“ oder „Die Geschichte der Abtreibung“. Machen Sie sich keinen Druck und vertrauen Sie auf Ihre innere Stimme – immerhin weiß man meist selbst am besten, was gut ist. Lassen Sie sich nichts einreden und versuchen Sie herauszufinden, welche persönlichen und individuellen Wünsche Sie haben.

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