Dem Beckenboden einer Frau kommt in der Schwangerschaft große Bedeutung zu

Der Beckenboden wird oft auch als das weibliche Zentrum tituliert und das absolut zu Recht. Lange Zeit maß man der Platte am Boden der Beckenhöhle, die aus Muskeln und Bändern besteht und den knöchernen Beckenausgang abschließt, wenig bis gar keine Bedeutung zu. Dabei hat die untere Begrenzung des kleinen Beckens viele wichtige Aufgaben zu erfüllen. Der Beckenboden gilt für viele Frauen als Basis für mehr Lebensqualität und Lustempfinden. Nachfolgend finden Sie Tipps zum Beckenbodentraining. Weiterführende Informationen rund um das Thema Beckenboden, bietet das Onlinemagazin schwangerschaft.at.

Beckenboden in der Schwangerschaft und bei der Geburt

Während der Schwangerschaft muss das Muskelgewebe nicht nur das Gewicht der Eingeweide tragen, auch das Baby und die sich immer weiter ausdehnende Gebärmutter wollen gut gestützt werden. Mit einer straffen Muskelspannung ist dies möglich. Anspannung und Entspannung werden vom Beckenboden geregelt, ebenso die Schließfunktion von Blase und Anus. Durch die Monate der Gravidität und nach der Geburt tritt oft eine Beckenbodenschwäche auf. Häufige Folge ist Inkontinenz, unter denen die Betroffenen oft sehr stark leiden. Bereits während der Schwangerschaft sollte die werdende Mutter auf eine Stärkung ihrer Körpermitte achten. Der Beckenboden ist auch in Geburtsvorbereitungskursen ein wichtiger Bestandteil und so klären Hebammen schwangere Frauen über die Möglichkeiten, den Beckenboden zu stärken, ausführlich auf.

Tipps für ein Beckenbodentraining

Vor, während und nach einer Schwangerschaft helfen einige leichte Übungen, das Zentrum im Körper der Frau zu stabilisieren und zu stärken. Denn durch das Schwangerschaftshormon Progesteron verliert der Beckenboden an Festigkeit, was sich für die Geburt als wahrer Segen erweist. Damit die Muskelplatte zur alten Form zurückfindet, werden einige Minuten täglich für ein effektives Beckenbodentraining aufgewendet:

  • Beckenboden bewusst spüren
  • Muskeln trainieren, in dem man beim Wasserlassen den Urinstrahl kurz unterbricht
  • Zieht man die Sitzhöcker zusammen, trainiert man die dritte Schicht des Beckenbodens.
  • Führt man zwei Finger in die Scheide ein, kann man die Spannkraft der Muskulatur überprüfen.
  • jeweils 10 Sekunden lang die verschiedenen Muskeln anspannen und wieder lockern, eine Minute entspannen
  • 3 – 5 Mal pro Tag wiederholen
  • Durch das Beckenbodentraining wird auch das Lustempfinden gestärkt und der Orgasmus gewinnt an Intensität.

Das Gute an diesem Beckenbodentraining: Frau kann es überall und jederzeit durchführen. Beim Warten auf den Bus, auf der Toilette oder im Büro. So beugt man späteren Komplikationen aktiv vor, denn Probleme mit Inkontinenz müssen nicht sein, wenn der Beckenboden frühzeitig gestärkt wird!

Weitere Tipps und Informationen rund um den Beckenboden finden Sie auf schwangerschaft.at.

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