Für Schwangere ist die Zufuhr von Folsäure während der Schwangerschaft von großer Bedeutung

Besonders Schwangere haben einen hohen Bedarf an Folsäure. Dieses Vitamin, das zur B-Gruppe zählt, wird unter anderem für die Zellbildung und -teilung benötigt und ist daher gerade während der Zeit einer Schwangerschaft sehr wichtig. Bei einer Unterversorgung mit Folsäure während der Schwangerschaft kann es zu erheblichen Missbildungen des Embryos kommen. Schwangere sollten daher auf eine ausreichend hohe Versorgung mit diesem Vitamin achten.

Wie hoch ist der Folsäurebedarf bei Schwangeren?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Schwangeren die doppelte Menge im Vergleich zum Normalbedarf von Erwachsenen und Jugendlichen. Pro Tag sollten Schwangere daher 800 Mikrogramm Folsäure zu sich nehmen.

Wie decken Schwangere ihren Bedarf an Folsäure?

Viele Lebensmittel enthalten dieses sogenannte essentielle Vitamin, das der Körper nicht selbst produzieren kann und daher extern zugeführt werden muss.
Besonders reich an Folsäure sind Lebensmittel wie:

  • Leber und sonstige Innereien. Allerdings sollten Schwangere auf solche Produkte verzichten. Diese verfügen nämlich auch über einen hohen Vitamin A-Gehalt, der sich ungünstig auf das Kind im Mutterleib auswirken kann.
  • Salate, Spinat, Brokkoli, Grünkohl, Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Fisch- und Fleischspeisen, Milchprodukte, Eier und Vollkornprodukte verfügen ebenfalls über hohe Folsäurewerte.
  • Auch ein paar Obstsorten wie Trauben, Erdbeeren, Kirschen und Orangen enthalten viel von diesem Vitamin.

Da Folsäure jedoch hitzeempfindlich ist und durch das Erwärmen beim Zubereiten der Mahlzeiten zum großen Teil zerstört wird, lässt sich der erhöhte Bedarf von Schwangeren nur schwer über die Ernährung decken. Schwangeren wird daher die Einnahme eines entsprechenden Folsäurepräparates empfohlen. Dieses sollte nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden.

Die Folgen von Folsäuremangel für das Kind

Für die gesunde Entwicklung des Embryos ist eine richtige Zellteilung extrem wichtig. Bei einem Mangel an Folsäure kann es zu ernsthaften Entwicklungsstörungen kommen. So können ein offener Rücken (Fachausdruck: Spina bifida), Wachstumsstörungen des Gehirns sowie die Entstehung einer Lippen-Gaumen-Spalte die Folge einer Unterversorgung mit Folsäure sein. Ebenso kann nicht ausgeschlossen werden, dass es aufgrund eines Folsäuremangels zu einer Fehlgeburt kommt.

Ab welchem Zeitpunkt sollten Schwanger Folsäure einnehmen?

Besonders in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft, wenn die Zellteilung sehr hoch ist, haben Schwangere einen erhöhten Bedarf an diesem Vitamin. Deshalb sollten sie gerade in dieser Zeit ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Doch bereits vor der Schwangerschaft ist eine solche Einnahme zu empfehlen, um die gesunde Entwicklung des Kindes zu garantieren. Oftmals kommt es nämlich bereits schon dann zu einer Schädigung, wenn die Frau noch überhaupt nichts von ihrer Schwangerschaft weiß.

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