Von einer Eileiterschwangerschaft wird dann gesprochen, wenn die Schwangerschaft nicht – wie normalerweise – in der Gebärmutter stattfindet, sondern die Entwicklung des Embryos im Eileiter beginnt. Auch die Festsetzung an anderen Organen ist möglich (z.B. Eierstock oder Gebärmutterhals), die meisten ektopen Schwangerschaften (Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter) sind aber im Eileiter zu verzeichnen. Bei einer normalen Schwangerschaft wird von einem der Eierstöcke ein Ei abgegeben, es kommt zur Befruchtung durch ein Spermium und die befruchtete Eizelle wandert durch den Eileiter in die Gebärmutter, wo die Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut erfolgt.

Sollten Sie von einer sogenannten Eileiterschwangerschaft betroffen sein, dann werden sich die dementsprechenden Symptome in etwa um die 6. Schwangerschaftswoche bei Ihnen einstellen – also relativ früh. Im Normalfall aber führt eine Eileiterschwangerschaft zu einem natürlichen Abort. Zu den typischen Symptomen gehören vor allem Bauchschmerzen und das Auftreten einer vaginalen Blutung. Die Stärke dieser Blutung ist geringer als bei der regulären Monatsblutung. Es können auch andere – auch für eine Normalschwangerschaft übliche – Symptome auftreten, wie angespannte und empfindliche Brüste, Übelkeit oder vermehrter Harndrang. Meistens aber kommt es erst dann zur Beschwerden, wenn der Eileiter platzt (Ruptur). Dieses Aufplatzen stellt auch das sehr hohe Risiko für die Mutter dar, da starke Blutung die Folge sein können.

Heute werden aber in der Regel Eileiterschwangerschaften recht früh erkannt. Dies kann einerseits durch den HCG-Gehalt festgestellt werden, der bei einer Eileiterschwangerschaft anders ist als bei einer normalen Schwangerschaft. Der HCG-Gehalt verdoppelt sich in einer normalen Schwangerschaft übrigens alle 48 Stunden. Ein früher Schwangerschaftstest und ein baldiger Arztbesuch sind deshalb sehr wichtig!

Ebenso kann durch die Ultraschalluntersuchung eine Abweichung festgestellt werden, etwa wenn in der Gebärmutter kein Embryo zu sehen ist. Aber auch irreguläre Blutungen, die anders als Monatsblutungen ausfallen oder das Auftreten von starken Bauchschmerzen können relativ schnell auf eine Eileiterschwangerschaft schließen lassen.

Bei jeglichen Beschwerden ist sehr früh ein Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen, damit alle notwendigen Behandlungsschritte eingeleitet werden können, um noch vor Auftreten starker Komplikationen (etwa die Ruptur des Eileiters) diese irreguläre Schwangerschaft zu beenden und das Leben von der Mutter nicht zu gefährden.

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