Schwangerschaftsstreifen

Schwangerschaftsstreifen

In Laufe ihres Lebens sieht sich fast jede Frau mit dem Thema Schwangerschaftsstreifen konfrontiert. Besonders häufig während der Schwangerschaft. Denn Schwangerschaftsstreifen (lat. Striae gravidarum) entstehen durch eine starke Überdehnung der Haut. Genauer gesagt, durch die Überdehnung der kollagenen Fasern im Bindergewebe der Lederhaut.

Generell sorgen diese Fasern dafür, dass die Haut straff und elastisch ist und bleibt. Je nach genetischer Voraussetzung ist der Punkt an dem das Gewebe reißt von Frau zu Frau verschieden. Besonders die Brüste, der Bauch, die Hüfte, die Oberschenkel und der Po sind von Schwangerschaftsstreifen betroffen. Doch nicht nur in der Schwangerschaft kann es zu diesen Dehnungsstreifen kommen. Auch massive Gewichtszunahme, schnelles Wachstum während der Pubertät oder verschiedene Erkrankungen führen zu Schwangerschaftsstreifen.

Wie entstehen Schwangerschaftsstreifen eigentlich?

In der Schwangerschaft wird die Entstehung jedoch dadurch begünstigt, dass das Hormon Gestagen die bestehende Struktur der kollagenen Fasern „aufweicht“. Dies ist auch wichtig, damit sich die Haut während des Wachstums des Babys mehr dehnen kann. Doch bei Frauen die zu einer Bindegewebsschwäche neigen oder auch Frauen mit sehr straffem Gewebe, kommt es dadurch viel schneller zum reißen der Haut.

Gesundheitlich gesehen ist dies völlig unbedenklich. Da durch diese Risse, die darunter liegenden Blutgefäße hindurch scheinen, werden außen auf der Haut rot/blaue Streifen sichtbar. Man kann sich Schwangerschaftsstreifen wie eine „normale“ Platzwunde vorstellen. Endet die Überdehnung heilt die Wunde ab und es entstehen Narben. Dies bedeutet, dass sich die rot/blauen Streifen nach und nach farblich verändern. Nach etwa sechs Monaten sieht man fein silbrig/weiße Linien auf der Haut. Ganz verschwinden werden einmal entstandene Schwangerschaftsstreifen jedoch nie. In einigen Fällen kann es jedoch geschehen, das das Gewebe sehr uneben verheilt und sogenannte Narbenwulste entstehen. Für viele betroffene Personen ist dies sehr belastend. Derartige Narben können schließlich nur von einem Facharzt behandelt werden. Zum Beispiel mit Fruchtsäureanwendungen oder durch Lasern. Doch auch hier gilt, dass nur die Ausprägung der Narben gemildert werden kann. Denn derzeit gibt es keine Methoden um Schwangerschaftsstreifen vollständig zu kurieren.

Wie sollte man Schwangerschaftstreifen am besten vorbeugen?

Auch vorbeugende Maßnahmen können die Dehnungsstreifen nicht zu hundert Prozent verhindern. Doch man kann die Ausprägung eindämmen. Wie auch bei vielen anderen Dingen die den Körper betreffen, ist auch zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen eine gesunde, ausgewogene Ernährung sehr wichtig. Denn diese schützt auch in der Schwangerschaft vor einer starken Gewichtszunahme und somit vor einer zusätzlichen Belastung des Gewebes. Weiterhin trägt regelmäßige Bewegung dazu bei, die Durchblutung der Haut zu fördern. Unterstützt werden kann diese zusätzlich durch Wechselduschen und Massagen mit einem Massageroller oder einem Sisalhandschuh, aber auch durch eine Zupfmassage. Besonders in der Schwangerschaft neigt die Haut zu Trockenheit. Vorbeugend sollte daher zum einen die tägliche Trinkmenge von 2 -3 Litern um mindestens einen Liter erhöht werden, zum anderen sollte man ab den zweiten Schwangerschaftsschaftmonat beginnen die Haut zusätzlich zu pflegen. Am besten zwei bis drei Mal täglich. Zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen sind verschiedenste Produkte am Markt erhältlich. Körperöle, Lotionen und Cremes in jedweder Preislage.

Das gewählte Produkt sollte sehr fetthaltig sein und auf natürlichen Inhaltstoffen, wie zum Beispiel Weizenkeimöl oder Mandelöl, basieren. Produkte auf Mineralölbasis sind weniger zu empfehlen, da diese vom Stoffwechsel des Menschen nicht verarbeitet werden können. Für welches Produkt gegen Schwangerschaftsstreifen sich eine Frau nun entscheidet, hängt ganz von ihren persönlichen Vorlieben ab. Wichtig ist jedoch die regelmäßige Anwendung. Auch wenn die Dehnung zunächst nur am Bauch deutlich sichtbar sein wird, sollten alle potentiell gefährdeten Stellen (siehe oben) vorbeugend behandelt werden. Entscheidet man sich für ein Körperöl, sollte dies nach dem Bad oder nach der Dusche sanft in die leicht feuchte Haut einmassiert werden. Positiver Nebeneffekt der regelmäßigen Pflegemaßnahmen gegen Schwangerschaftsstreifen wird eine streichelzarte, weiche Haut sein.

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