Wissenswertes über die 36. Schwangerschaftswoche (36. SSW)

Ruhe und Vorbereitung auf die Geburt

Sie sind jetzt in den letzten Wochen Ihrer Schwangerschaft und die Vorfreude und Aufregung wird nun vermutlich täglich steigen. Jede Bewegung oder jedes kleine Zwicken wird Sie kurz überlegen lassen, ob es vielleicht doch schon los geht. Aber seien Sie beruhigt, Sie werden es früh genug merken, wenn es wirklich so weit ist. Wichtig ist nur, dass Sie, wenn Sie den Blasensprung haben, sofort Ihr Krankenhaus aufsuchen, da ab diesem Zeitpunkt die „Infektionsbarriere“ nicht mehr vorhanden ist. Gönnen Sie sich gerade jetzt, ab der 36. Schwangerschaftswoche besonders viel Ruhe! Versuchen Sie, so viel wie möglich zu schlafen und all das zu tun, was Ihnen Entspannung verschafft. Massagen und kurze Spaziergänge sind momentan ideal, um Ihnen und Ihrem Baby gut zu tun. Genießen Sie auch noch die letzten Abende zu zweit mit Ihrem Partner. Ruhige Abende und romantische Stunden werden in Zukunft sehr selten auf der Tagesordnung stehen. 

Möglichkeiten der Schmerzlinderung bei der Geburt

Jetzt, wo der Tag der Entbindung immer näher rückt, werden Sie sich vermutlich öfters die Frage stellen, wie sie wohl sein wird, die Geburt. Welche Schmerzen werden auf Sie zukommen und wie lange wird es letztendlich dauern, bis Sie Ihren kleinen Schatz im Arm halten können? Auch hier gilt: Es gibt keine „Standardgeburt“ oder einen normalen Ablauf. Jede Frau hat eine unterschiedliche Geburt, aber auch ein sehr differenziertes Schmerzempfinden. Sie sollten sich auf jeden Fall über die Möglichkeiten der Schmerzlinderung während der Geburt informieren. Beispielsweise über eine sogenannte PDA (Periduralanästhesie). Dabei wird ein kleiner Schlauch mittels Katheter im Rückenbereich eingeführt und eine lokale Betäubung in Rückenmarkgegend verabreicht. Sie haben dadurch den Vorteil, keine Schmerzen zu verspüren, jedoch selbst pressen zu können und die Geburt aktiv mitzuerleben. Jedoch ist davor unbedingt eine intensive ärztliche Beratung notwendig. Der Eingriff kann auch Risiken mit sich bringen oder zu einer schwachen Wehentätigkeit führen. Diese Form der Anästhesie kann auch nur bis zu einem bestimmten Geburtsfortschritt angewendet werden. Sie müssen sich also im Vorfeld bewusst sein, ob Sie eine Lokalbetäubung im Fall der Fälle wünschen oder nicht. Wenn Sie einen geplanten Kaiserschnitt vor sich haben, ist diese Form der Betäubung übrigens ebenso möglich. Sie sind folglich während des Eingriffes nur örtlich schmerzbefreit und bekommen die Geburt Ihres Babys trotz operativer Entbindung mit. In den meisten Krankenhäusern dürfen die werdenden Papas im Übrigen auch bei dieser Kaiserschnittentbindung dabei sein! 

Dehnungsübungen für den Beckenbereich

Für die bevorstehende natürliche Geburt ist es gut, wenn Sie Ihren Beckenbereich durch spezielle Übungen dehnbar machen. Die Beckeninnenseite und der Bereich um die Scheide werden durch ein solches Training gelockert und elastisch. Gemeinsam mit regelmäßiger Dammmassage können diese Übungen das Risiko eines Dammrisses oder die Notwendigkeit eines Dammschnittes verringern.

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